The cover story of the August issue of Global Perspectives gives a rather skeptical prognosis for a new start of the Middle East Peace Process. Although the Obama Administration increased pressure on the Israeli Government, currently there seems to be little hope that it is going to negotiate the high threshold it built in order to accept a Palestinian State.
Also in this issue Thomas Hammarberg (Commissioner for Human Rights at the Council of Europe) writes about the value of budget analysis to assess government’s human rights commitment. In the European context budget analysis was so far successfully used to monitor gender mainstreaming. The key problem in all human rights work is a gap between the promises and the implementation. This gap can only be bridged when budgets themselves reflect the pledges made.
A summary of the UNDP Arab Development Report 2009 discusses a European Neighborhood Region which should be on the European foreign policy agenda. Citizens of the Arab region suffer under a lack of human security caused by regional conflicts, environmental problems, lacking rule of law, crime and health challenges. Further the region which faces rapid population growth has to deal with a high unemployment rate and permanent internal migration. Europe needs to assist the Arab countries in dealing with this enormous amount of problems in order to avoid negative effects like irregular migration and security risks.
Regarding the ongoing Climate Change Negotiations Ramesh Jaura describes the different positions during the latest informal talks from 10-14 August in Bonn. According to diplomat voices there still is too little progress to finally settle a global climate deal in Copenhagen this December.
With the UN Climate Change Summit on September 22 ahead Thalif Deen raises doubts on the usefulness of the UN summit culture. Since the Rio Summit in 1992 there have been dozens of summits and review summits on various themes, at best leading to political declarations which in the end often lacked funding for implementation. The journalist believes that the upcoming summit will also be nothing more than a talk-fest.
Im Rahmen der Flüchtlingswoche, die von Erfurter Hochschulgruppen organisiert wurde, fand am 23. Juni in den ehrwürdigen Räumlichkeiten der katholischen Fakultät eine Podiumsdiskussion zum Thema: “Die Europäische Migrationspolitik: Zwischen Menschenrechten und Gemeinschaftsinteressen” statt.
Die Veranstaltung wurde von den Jungen Europäischen Föderalisten in Erfurt sowie der Hochschulgruppe Weltblick organisiert. Es diskutierten Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung e.V.), Doron Kasparek (crossingmunich) sowie Prof. Dr. Doron Kiesel (FH Erfurt). Die Diskussionsleitung übernahm Julia Borries, die Landesvorsitzende der Jungen Europäischen Föderalisten in Thüringen.
Julia Borries zum Hintergrund der Veranstaltung:
Christoph Marischka verwies in seinem Anfangsreferat auf die wirtschaftliche Notwendigkeit von Migration für den europäischen Binnenmarkt. Dies sei auch in der Lissabon Strategie, mit welcher sich die Europäische Union das Ziel gesetzt hat zum weltweit innovativsten Wirtschaftsraum zu werden, festgehalten. Dabei wurde von Zuwanderung in alle Lohnsegmente gesprochen.
Gegen diese wirtschaftliche Agenda der Europäischen Union stehe jedoch, so Marischka, dass faktische Handeln der Europäischen Mitgliedstaaten. Zwar spricht die Lissabon Strategie auch davon gemeinsam globale Verantwortung übernehmen zu wollen, dieses werde jedoch weitestgehend durch die Souveränitätsansprüche der Mitgliedstaaten unterwandert. Diese seien nicht bereit, in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, eine stärkere europäische Integration zu zulassen. Eine EU Armee oder EU Polizeitruppen seien deshalb derzeit ausgeschlossen.
Marischka vermute jedoch, dass über die europäische Migrationspolitik neue Wege einer europäischen sicherheitspolitischen Zusammenarbeit ausprobiert würden. Hierbei werde bewusst auf das Prinzip ‘Learning by Doing’ gesetzt. Der Kampf gegen illegale Migration bilde somit ein Vehikel zu einer tieferen Zusammenarbeit in anderen sicherheitsrelevanten Politikfeldern.
Bernd Kasparek stellte seine Forschungsergebnisse zur europäischen Grenzagentur Frontex vor. Diese Institution habe die Aufgabe, operative Maßnahmen an den EU Grenzen zu koordinieren und zur Schaffung einer europäischen Grenzpraxis beizutragen. Derzeit gäbe es jedoch keine europäischen Grenztruppen, sondern nur die Zusammenarbeit zwischen Grenzschutzeinheiten einzelner Mitgliedstaaten. Für die politische Praxis bezüglich des Flüchtlingsproblems im Mittelmeerraum, welche von Menschenrechtsorganisationen und vom UNHCR stark kritisiert wird, übernehme Frontex ausdrücklich keine Verantwortung. Die Agentur verweist hierbei auf die politischen Entscheidungen der Mitgliedstaaten.
Die koordinative Funktion von Frontex und das Ablehnen jeglicher politscher Verantwortung schaffe, so Kasparek, eine rechtliche Grauzone, da Verantwortungen für das europäische Grenzregime nicht klar zu zuordnen seien:
Professor Kiesel wechselte in seinem Vortrag die Perspektive hin zu den Erfordernissen in einer Aufnahmegesellschaft. So sei etwa in Deutschland lange Zeit ignoriert worden, dass die Bundesrepublik mit der Aufnahme von Gastarbeitern und deren Familienangehörigen zu einem Einwanderungsland geworden sei. Er betonte, dass Migration aber schon seit langem Realität sei. Menschen würden immer nach besseren Lebensbdingungen durch Auswanderung suchen. Niemand verließe seine Heimat freiwillig. Die Gründe seien stets wirtschaftliche und soziale Not, politische Verfolgung und die Gefahr um Leib und Leben.
Julia Borries verwies darauf, dass die Europäische Union durchaus sicherheitspolitische Interessen im Rahmen ihres Grenzregims mit humanitären Maßnahmen verknüpfe. So zielten zahlreiche Maßnahmen darauf hin, die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern von Migranten zu verbessern und eine geregelte Zuwanderung zu ermöglichen. Auf ihre Vorredner reagierend stellte sie die Frage, ob es nicht sinnvoller sei die nationalen Verantwortlichen, im deutschen Falle etwa den Innenminister in die Verantwortung zu nehmen, anstatt sich auf eine anscheinend weniger wichtige Agentur wie Frontex zu konzentrieren. Dieser müsste auf europäischer Ebene die Einhaltung von Menschenrechts- und Flüchtlingskonventionen einfordern.
Aus dem Publikum wurde die Frage aufgeworfen, ob es Angesichts der immer wieder stattfindenden Übergriffe geben Migranten und der in allen europäischen Ländern gespürten Fremdenfeindlichkeit angebracht sei von einem Ende der Aufnahmefähigkeit für Flüchtlinge zu sprechen.
Diese These wurde von allen Podiumsmitgliedern vehement zurückgewiesen. Der Begriff von der Aufnahmefähigkeit sei äußerst schwammig und würde vom politisch rechten Lager deshalb gerne genutzt. Es zeige sich jedoch, dass Fremdenfeindlichkeit vor allem dort auftrete, wo es wenige Zuwanderer gebe. Des Weitern führe die Asyl- und Migrationspolitik in Europa mit ihrer Stigmatisierung von Flüchtlingen als Illegale zur Entrechtlichung von Menschen und fördere damit zusätzlich rassistische Tendenzen.
Prof. Kiesel werb abschließend dafür Migration als natürliches menschliches Phänomen anzuerkennen. Menschen werden sich immer auf den Weg machen um ihr Glück in anderen Ländern zu suchen. Es sei Europas Aufgabe diese Tatsache nicht zu verdrängen, sondern mit einer aktiven Integrationspolitik zu begegnen:
Leider so Kasparek sei bisher auf europäischer Konsens stets nur bei repressiven Maßnahmen erreichbar, während andere Politikansätze wie ein gemeinsames Asylrecht oder eine europäische BlueCard nicht konsensfähig seien. Julia Borries blickte positiv auf die kommende Ratspräsidentschaft Schwedens, welches eines der progressivsten Asyl- und Einwanderungspolitiken habe. Sie erhoffte sich daher auch positive Impulse für eine gemeinsame europäische Migrationspolitik mit menschlicherem Antlitz.
A recent paper by the Austrian research institute for international development (ÖFSE) describes policies of the UN, EU and OECD regarding migration and the consequences of ‘brain drain’ for developing countries.
All three organisations agree on certain demands regarding an international migration policy including:
the promotion of regular and the fight against illegal migration
an improved migration management
stronger connection between migration and development
increased coherence between the related policies
promotion of circular migration, a stronger usage of remittance and enhanced cooperation between Diaspora groups
Nonetheless, there are differences regarding the inclusion of human rights aspects which is strongly supported by the UN, and the prioritisation of migration control as seen in the EU.
The paper describes the consequences of ‘brain drain’ for developing countries. Negative aspects are the loss of human capital, causing shortages in strategic sectors like health, education, public services, industry and science and a loss of national economic investment and tax revenue. But there are also positive sides like remittances, transfers of knowledge and technology (‘brain gain’) and the positive role of Diaspora communities in the support of economic entrepreneurship in developing countries.
It highly depends on the context whether the migration of skilled personnel has positive consequences on a country of origin. In general the paper concludes that weak countries get weaker and strong countries gain.
The authors suggest more research on the topic with stronger considerations regarding the context of migration and elaborations on the differences between countries.
Attempting to control irregular migration, European states are currently developing new approaches to asylum policy based on the notion to externalize the refugee problem. This has led to the establishment of several bi- and multilateral initiatives that seek to strengthen refugee protection, especially in Maghreb and Sub-Saharan countries. The logic behind this wide spectrum of different initiatives is to foster cooperation with African states and thereby reduce the number of asylum seekers in the EU.
According to a recent paper of the Danish Institute for International Studies (DIIS), EU member states thus primarily fund asylum, while the responsibility for physical protection is delegated to the South.
The paper argues that the new policy is based on the wrong assumptions that the Southern countries will cooperate and more importantly are able to substitute an internal European asylum policy with an external African approach. In contrast to European ideas, the authorities argue that there is already an asylum crisis in Africa:
“African states host more refugees, under more complex and insecure conditions, with less international assistance, and with fewer possibilities to find lasting solutions.”
To deal with these problems, African countries either reduce the number of asylum seekers by rejecting them at the border or even carry-out mass expulsions, or they reduce the quality of protection and assistance. The paper elaborates on the case of Tanzania which is currently hosting the largest refugee population in Africa. It concludes:
“If the European approach to African states, and indeed towards refugee-hosting states in the South, were better adapted to account for the position, perspective and concerns of those states, then genuine ‘win-win’ outcomes might be possible.”
The current approach only addresses European interests by ignoring African positions.