Gestern luden die Grünen in Erfurt zu einer Diskussion zum Thema “20 Jahre Friedliche Revolution” ein. Es diskutierten der 68er und EU Parlamentarier Milan Horacek sowie der DDR Bürgerrechtler und Europawahlkandidat Werner Schulz.
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Nach dem die Jahre 1968, 1989 sowie ihre Verbindungslinien umfassend geklärt wurden, widmeten sich die Diskutanten den kommenden Herausforderungen. Zurückblickend auf seine Mitarbeit im Menschenrechtsausschuss des Europäischen Parlaments, betonte Horacek die Unteilbarkeit von Menschenrechten. Deshalb werde er sich genauso für den Dissidenten im Unrechtsstaat einsetzen wie für den vor Gericht gestellten Wirtschaftsmilliadär in Russland.
Mit Blick auf die Situation in Afghanistan unterstrich Horacek die Notwendigkeit des internationalen Engagements. Die Alternative wäre nicht nur eine erneute Talibanherrschaft, sondern eine zusammenhängende Unruhrachse von Pakistan über Afghanistan in den Iran und Irak. Zwar gebe es auch das unteilbare Recht auf Frieden, jedoch wäre dieses ohne die militärische Präsenz der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan nicht zu sichern.
Aus ihren Biografien leiteten beide Diskutanten den Auftrag ab sich auch über die Grenzen Europas hinweg für universelle Menschenrechte einzusetzen und dabei für friedliche Reformen in Staaten wie China und Russland einzutreten. Werner Schulz betonte, dass das Motto, das bei den Gründungsgrünen ‘Einigkeit in Vielfalt’ hieß, heute zum Motto der Europäischen Union geworden ist.
Es gälte sich dafür einzusetzen, dass dieser Leitspruch auch über Europas Grenzen hinweg Realität wird.

